Mitgliederversammlung 29.03.2026

Fels tritt in Storcks große Fußstapfen

Nach 33 Jahren hat der Drensteinfurter Rennverein einen neuen Vorsitzenden

Drensteinfurt – Ein Wechsel an der Spitze des Vorstands, ein Rück- und ein Ausblick auf den Renntag im vergangenen und in diesem Jahr – das waren die wichtigsten Tagesordnungspunkte bei der Mitgliederversammlung des traditionsreichen Rennvereins Drensteinfurt am vergangenen Sonntag.

„Ich habe eine gehörige Portion Respekt.

Christopher Fels Vorsitzender des Rennvereins

Zusammen mit über 70 Mitgliedern blickte Klaus Storck zu Beginn auf den tristen Renntag 2025 zurück. Durch das regnerische Wetter kamen rund 2000 Besucher weniger als noch im Jahr zuvor, und auch der Totoeinsatz nahm um ein Viertel ab. 2024 waren es noch 108000 Euro gewesen, die Großveranstaltung 2025 brachte dann nur noch einen Umsatz von rund 83000 Euro ein. Der Verein zog trotzdem eine positive Bilanz.

Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Zuschauer statt elf zwar nur zehn Rennen gespannt mitverfolgen, das Interesse am Rennsport bleibt jedoch weiter ungebrochen. Auch der Blick auf Veranstaltungen anderer Vereine zeige ein hohes Wettinteresse, trotz Einbußen.

Nach 33 Jahren als erster Vorsitzender gab Klaus Storck den Mitgliedern bei der Versammlung bekannt, sich nicht erneut zur Wiederwahl aufstellen zu lassen. Vor seiner ersten Wahl 1993 war er drei Jahre Kassenprüfer und anschließend für vier Jahre zweiter Vorsitzender gewesen. Mit einem Lächeln dachte Storck an die Zeit zurück, als er für das Amt des zweiten Vorsitzenden in Betracht kam. „Du brauchst auch gar nichts zu machen“, waren die Worte gewesen, die man damals zu ihm gesagt hatte.

Ehrenmitglied auf Lebenszeit

Trotz ausbleibender Wiederwahl bleibt Klaus Storck natürlich mit dem Rennverein verbunden – unter anderem als „Ehrenmitglied auf Lebenszeit“, zu dem er in der Gaststätte La Piccola ernannt wurde.

Als seinen Nachfolger schlug Klaus Storck Christopher Fels vor, der bereits als Kind zum Verein kam und seither ein engagiertes Mitglied sei. „Ich bin fest davon überzeugt, dass er ein würdiger Nachfolger ist“, begründete Storck. Fels war sichtlich erfreut, nachdem er gewählt worden war, gab aber zu: „Ich habe auch eine gehörige Portion Respekt.“ Auch wenn Storck sein Amt nach 33 Jahren weitergegeben hat, kündigte er an, seinen Nachfolger bei dessen Arbeit unterstützen zu wollen.

Der zweite Vorsitzende Heinz Kuhlmann sowie der dritte Vorsitzende Paul Fels, der Vater von Christopher, wurden wiedergewählt. Der hauptverantwortliche Schriftführer Martin Fels und sein Stellvertreter Marcel Suntrop tauschten für die nächste Amtszeit die Plätze. Detlef Orth wurde für die nächsten zwei Jahre als sportlicher Leiter wiedergewählt, kündigte jedoch an, dass dies seine letzte Amtszeit sein werde.

Bei den Beisitzern hörte Josef Reher nach vielen Jahrzehnten auf. Dafür wurden Ralf Schulze Pellengahr, Carsten Schulze Pellengahr sowie Frank Klöpper in den Beisitz gewählt. Ansonsten gab es keine Veränderungen.

Für das diesjährige Pferderennen am Sonntag, 5. Juli, ab 13.30 Uhr erhofft sich der Verein bessere Wetterbedingungen. Während sich die Anwesenden bisher immer über zwei Runden mit Mini-Trabern freuen konnten, in denen der Nachwuchs gegeneinander antrat, plant der Verein in diesem Jahr, etwas Neues auszuprobieren. Statt einer zweiten Runde der Mini-Traber ist ein Trabrennen mit Persönlichkeiten aus Drensteinfurt und Umgebung in Planung. Welche bekannten Gesichter sich dort messen werden, bleibt aber vorerst geheim. Die Verkündungen folgen in den nächsten Wochen und Monaten, hieß es bei der Versammlung.

Bericht: PATRICIA WERNER-WA